Sommerwanderung der Freien Wähler am Samstag, 08.07.2017

oder die Freien Wähler im Freien.

 

Immer um die Sommersonnenwende plant der Stadtverband der Freien Wähler, Herrenberg, seine Sommerwanderung.-

So auch letzten Samstag. Es war ordentlich warm, als sich ein kleiner Trupp vom Bahnhof Herrenberg aufmachte zum diesjährigen Ziel, die Gemarkung Kuppingen. Schnell war klar, als unser Ziel feststand, dass die Kuppinger Mitglieder der FW, die Planung übernahmen.

 

Ziel war, die Freien Wähler mit interessanten Einblicken rund um Kuppingen zu füttern und zu überraschen.

Erster Halt war bei dem Fledermausrefugium in der alten Wetterschutzhütte beim Wehlinger Graben. Überraschung: dort gab es Kaffee und Zopf vom Besten, wir saßen im lauschigen Schatten von ein paar Weiden und erfuhren, dass dieser Graben bei Unwetter für große Wassermassen in Nufringen sorgte, weshalb dort vor einigen Jahren ein Damm auf Gemarkung Nufringen errichtet wurde. Dies war bei der vorherrschenden Trockenheit kaum zu glauben, aber wir sahen dann den beachtlichen Damm tatsächlich. Josef Scheuring versicherte uns, dass dieser Graben, der als Ausgleichsfläche der Stadt gehört, bei genügender Hege und Schonung durch Hunde, die dort an die Leine gehören, sich wieder Rebhühner ansiedeln. Wichtig war unserem, mit profundem und unerschöpflichen Wissen erzählenden Kuppinger Mitglied, Josef Scheuring, unter verschiedenen Aspekten die Ausgleichsflächen, Wildwechsel, Feld- und Waldhege zu betrachten. Die  nächste Anlaufstelle war der Wildkatzentritt. Hier gibt es tatsächlich ein Grundstück, das dem BUND gehört und der den scheuen Wildkatzen, wenn sie denn je kommen, als Unterschlupf dienen soll, auf dem Weg in den Schönbuch. Denn zwischen Herrenberg und Kuppingen ist einer der bedeutendsten Wildwechsel zwischen Alb und Schwarzwald.

Was wir selber erfahren konnten, war die Tatsache, dass die Flurbereinigungswege stark frequentiert werden. Nicht nur Radfahrer stechen mit halsbrecherischer Geschwindigkeit den Berg hinunter, auch der Autoverkehr gibt mehr als zu denken, ob das alles Anlieger oder Forstleute sind.

An der Grenze zur Gärtringer Gemarkung drehten wir links ab und liefen an einem Graben entlang, hier wuchsen mannshohe Herkulespflanzen. Nicht allen war bewusst, dass diese für die Gesundheit gefährlich sein können. Josef Scheuring wusste, dass man hier das Landratsamt informieren soll, die senden Fachleute in Schutzanzug und Atemmaske, schneiden die Pflanzen ab und entsorgen den Schnitt. Leider nicht nachhaltig, denn einige Wochen später, stehen schon wieder die Pflanzen, als ob nichts gewesen wäre. Auch aus Sicht des Jägers erklärte man uns, wo Wildscheine sich bewegen und wo Spuren zu sehen waren. Wir sahen auf einen größeren Erdaushub, der unter einem Hochsitz auf Nufringer Gemarkung, wohl einem  Dachs geschuldet ist, der hier seinen Bau gräbt.

Zum Ende unseres Rundgangs mussten wir leider etwas abkürzen, da eine eindrucksvolle Regenwolke auf uns zukam.

Wir erreichten Kuppingen fast trockenen Fußes. Dort gesellten sich doch noch einige Freie Wähler zu uns, so dass wir etwa mit 20 Personen auf dem Bauernmarkt  unsere Wanderung ausklingen ließen.

Vielen Dank an die Kuppinger Organisatoren, Josef Scheuring, Hans-Jörg Haarer und Walter Granjot für die liebevolle Bewirtung am Wehlinger Graben, für den Abholdienst am Ende der Führung aus der Regenwolke und für die vielen, spannenden und auch witzigen Informationen und Anekdoten an diesem Samstag.

Andrea Hermle-Heise


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