Quergedacht für 2050

Meine Vision wurde im April 2009 veröffentlicht. Sie ist aktueller denn je. Nach der Hbg2020-Verkehrsuntersuchung steht dem Bau der Parkhäuser nichts mehr im Weg. Manche Daten müssen 5 Jahre nach hinten geschoben, z.B. Beruhigung der Seestraße 15 Jahre nach vorne geholt werden. Der Blick in Baugebiete Raingasse (Affstätt) und Bühl (Ehningen) bestätigt die Bevölkerungszunahme.

Ich (88) komme mit S-Bahn (Bau 2045) aus Reutlingen zeitgleich mit der aus Freudenstadt am Bahnhof an und fahre mit meinem Rollstuhl auf den Weg zwischen Bahndamm und WLZ. Hier steht seit 2020 ein Glasturm mit Single/Seniorenwohnungen. Im West-Parkhaus darunter, parkt der Nagold-Verkehr optimal stadtnah. Durch die helle Unterführung gelange ich ins ErlebnisCenter auf dem Stabi-Areal (2020). Hier gibt´s alles: Wohnen, Einkaufen, Büros, WellnessHotel, Erholzonen. Darunter ist das Süd-Parkhaus unter dem Bahndamm mit dem West-Parkhaus verbunden und hat Ein- und Ausfahrt in Horber und Nagolder Straße.

Überall sitzen Menschen in Straßencafés im Schatten vieler Bäume. Der Sonnenplatz wurde 2030-40 zur Fußgängerzone und Flaniermeile entwickelt. Ein Tunnel leitet seit 2035 den Verkehr um, tritt zwischen EnBW und IBM aus und mündet auf Nordumfahrung mit Kreisverkehr, der auch Stuttgarter Verkehr abfängt.

Herrenberg lockt viele an, weil es 4 zentrale Parkhäuser mit sehr kurzen, barrierefreien Wegen in die wunderschöne, historische Altstadt gibt. Eine Seilbahn hinauf zum Turm mit Schönbuch sowie der Kultur- und Erlebnispfad zum Alten Rain locken Touristen + Schulklassen. 2015 wurde neben der Volksbank ein Ost-Parkhaus für Tübinger Kunden gebaut. Links, wo das Freibad war, tummeln sich im Stadtgarten beim Kletterplatz und Jugendtreff alle Generationen und Nationalitäten. Auf dem alten Stadion-Gelände gibt es Stadthäuser und einen See mit Enten.

Ich wechsle wieder (durch eine Unterführung) die Bahndammseite. Die Altstadt ist nur 200 m barrierefrei entfernt. Keine befahrene Straße dazwischen! Am Bauhof wurde 2020 breiter Altstadt-Zugang und Nord-Parkhaus für Böblinger Verkehr gebaut, die Seestraße ist seit 2030 verkehrsberuhigt. Es gibt Boutiquen, Läden, Eisdielen, Chill-Out-Zonen unter Bäumen. Viele Wanderer machen hier Rast. Seit 2040 gibt’s den GÄU-Wanderweg durch Herrenberg (ohne Ampel oder Straßenquerung) von Stuttgart bis Reutlingen.

Ich fahre Richtung KongressCenter (2040) beim GÄU-Stadion (2030) im Gebiet Schanzenwiesen hinter Baumarkt, vorbei an Wohnhäusern auf Mehrzweck- und Reithalle-Gebiet (Abbruch 2030). Entlang der Bahnlinie, (hinter bepflanzten Glas- und Lärmschutzwänden) stehen alle Häuser zwischen Bäumen.

Entgegen dem Trend sind seit 2015 ca. 5000 Menschen nach Herrenberg gezogen.

Hauptgründe: Zentrumsnahes, verkehrsberuhigtes Wohnen, kurze ebene Einkaufswege zur Altstadt, zentrale Seniorenheime, viele Schulen, direkte Anbindung an Universität und den High-Tech-Raum Stuttgart. Ich fahre zurück, vorbei an Bahnhof, Schulzentrum Schießtäle, Vogelsang bis zur Haltestelle Zwerchweg. Ich möchte ins GÄUBAD-Center (2015) mit Naturbadteil (2025) beim Schulzentrum Längenholz. Das Bad zieht Besucher von überall her an. Es liegt optimal an der Autobahn und hat alles. Es ist ein neues Erlebnis-Hallenbad geplant. Vielleicht fahre ich vorher noch schnell ins Fastfood-Restaurant im Gewerbebebiet Gültstein. Toll – dass alles eben ist.


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