Kolumne – Meine Meinung „Freibad“ 31.08.2009

 

Alle sind wir uns einig: In Herrenberg muss was passieren. Schnell und erfolgreich, sonst verlieren wir den Anschluss.

Dabei haben wir den wichtigsten, die Autobahn! Wegen Staus verdammt, doch nie bewusst genutzt um Menschen aus Nah und Fern nach Herrenberg zu holen. Die müssen wir künftig viel mehr nutzen!

Eine einmalige historische Chance dazu könnte das Freibad sein, als Aushängeschild und Werbeträger bis Rottweil!

Die Freibaddiskussion bewegt seit Jahren die Gemüter. Wie wird entschieden? Darüber gibt es viele und geteilte Meinungen. Fakt ist: Wir brauchen kurzfristig ein
Bad (nicht nur) für 3700 Herrenberger Familien!

Zum einen ist da der alte, historische Standort, der durch sein Flair, seine Nostalgie und seine Bäume besticht. Früher gabs viel mehr Bäume, zwischen denen wir nen „Köpf“ spielten und auch 1m und 3m-Brett. Tja, damals. Das Freibad liegt mitten in der Stadt, 350 m Luftlinie zum Marktplatz, erweiterbar durch altes Sportplatzgelände. Genau darin liegen die Nachteile. Es sind kaum Parkplätze realisierbar und die Wohnbebauung fordert kostspieligen Schallschutz. Die Modernisierung und Erweiterung kostet soviel wie ein neues Bad. Aber, was hätten wir dann? Ein beengtes Freibad, fast am Marktplatz – aber ist das
zeitgemäß? Belebt es den Einzelhandel? Kaum Parkplätze und mehr als 6 Monate steht die Fläche ungenutzt leer, ist unzugänglich. Diese Fläche ist für Herrenberg2020 viel wertvoller! Genau dort könnte 2020 Park mit See (wie früher) sein, in Verbindung mit WLZ, Stadion, Bahndurchstichen zum Bauhof. Es braucht Mut und Visionen!

Dann gibt es eine Alternative im Längenholz. Vor 30 Jahren schon als Standort auserkoren, aber kaum weiter verfolgt. Naturbad? Konventionelles Bad? Kombibad? Kombi-Hallenbad? Sauna-Wellness-Landschaft (Zeitgeist)? Alles wäre möglich. Wir müssen jetzt richtig planen und alle Möglichkeiten bedenken. Zu welcher Zeit welcher Bauabschnitt zu welchen Kosten gebaut wird, ist der 2. Schritt. Wieso nicht sofort für 5 Mio konventionelles 50m-Becken, mit 10m-Turm, 300m-Rutsche und
Matschecke bauen? 3 Jahre später für 2 Mio Wellness/Sauna und Ganzjahresbecken an Hallenbad anbauen. Wieder 3 Jahre später für 4 Mio Naturbad und 500 weitere
Parkplätze ergänzen. Oder andere Reihen-/Zeitfolge? Alle Varianten müssen immer möglich sein, nichts dürfen wir uns verbauen! Vielleicht finden wir auch
private Investoren? Rom ist auch nicht an einem Tag gebaut worden. Vorbilder könnten sein:

Titisee-Neustadt
(12000 Einwohner) baut Erlebnisbad für 30 Mio, wobei 14 Mio von 10 Gemeinden getragen werden, der Rest durch Privatinvestor. Fellbach (44000 E) baut Kombi-Bad für 35 Mio (Prognose bis 500000 Besucher/Jahr), 30 Mio finanziert über Kommunaldarlehen. Seit 2003 Mineraltherme Böblingen umgebaut (8,3 Mio) wurde,
kamen 450000 Besucher/Jahr. In Wendlingen (16000 E) hat Freibad (Autobahnanschluss) mehr als 1000 Parkplätze, die an heißen Tagen nicht ausreichen!

Fazit: Zu wenig Parkplätze? Geht gar nicht! Breuningerland´s Erfolg liegt in 3000 kostenfreien Parkplätzen und dem Autobahnanschluss!

 

Harald Brenner – Freie Wähler

 


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